Drei lange Wochen habe ich nicht mehr gebloggt. Noch länger habe ich keine Lesung in Second Life gehalten und ihr mögt euch zurecht fragen, was mit mir, respektive dem virtuellen Autor Lophius Tedeschi los ist. Nun, die Antwort ist nicht so ganz einfach ... .
Wenn ich die Frage "einfach" beantworten wollte, würde ich sagen, dass ich mit Hochdruck an meinem zweiten Roman arbeite und deshalb kaum Zeit zum Bloggen oder für Lesungen habe. Diese Antwort wäre nicht gelogen, aber sie wäre nur ein Bruchteil der Wahrheit.
Die Wahrheit ist ein wenig komplizierter: Ich habe einen geliebten Menschen verloren (wenn ich "verloren" sage, meine ich das auch so, denn der Tod ist nun einmal endgültig).Und ich bin krank (aber das war ich schon zuvor).
Manchmal braucht es eine Pause, um zu bemerken, was einem Im Leben wirklich wichtig ist: Familie und Freunde, mit denen man immer zu wenig Zeit verbringt. Kreativität (das heißt in meinem Fall: Schreiben) und eine innere Ruhe, die tragfähig ist. Und ein zweites Leben, das mich von den fatalen Wirkungen des ersten schützt.
Ich schreibe eine Menge. Bin ich deswegen Teil der Menge?
Drei lange Wochen habe ich nicht mehr gebloggt. Noch länger habe ich keine Lesung in Second Life gehalten und ihr mögt euch zurecht fragen, was mit mir, respektive dem virtuellen Autor Lophius Tedeschi los ist. Nun, die Antwort ist nicht so ganz einfach ... .
Wenn ich die Frage "einfach" beantworten wollte, würde ich sagen, dass ich mit Hochdruck an meinem zweiten Roman arbeite und deshalb kaum Zeit zum Bloggen oder für Lesungen habe. Diese Antwort wäre nicht gelogen, aber sie wäre nur ein Bruchteil der Wahrheit.
Die Wahrheit ist ein wenig komplizierter: Ich habe einen geliebten Menschen verloren (wenn ich "verloren" sage, meine ich das auch so, denn der Tod ist nun einmal endgültig).Und ich bin krank (aber das war ich schon zuvor).
Manchmal braucht es eine Pause, um zu bemerken, was einem Im Leben wirklich wichtig ist: Familie und Freunde, mit denen man immer zu wenig Zeit verbringt. Kreativität (das heißt in meinem Fall: Schreiben) und eine innere Ruhe, die tragfähig ist. Und ein zweites Leben, das mich von den fatalen Wirkungen des ersten schützt.
Ich schreibe eine Menge. Bin ich deswegen Teil der Menge?
Ich wurde nicht als Schreiberling geboren - schon eher als sprachloses Erdenkind. Doch kaum lehrte man mich zu lesen, verliebte ich mich rettungslos in dich und ich verband mein Schicksal mit deinem Glück.
Ich wollte reimenden Humor versprühen und mich in einem Roman ermessen. Licht in einem Vers konservieren und Furcht mit tagheller Lyrik läutern! Zum Geschichtenerzähler berufen sein ...
Schmetterlinge in Bildern schweben lassen, meine Liebe als Essay verstehen und Lust in ein Rufzeichen schreien. Nähe hinter Aphorismen finden und Kinderaugen lauschend leuchten sehen.
Ich warf mit Satzzeichen nach Diktatoren und beklagte das Leid in einem Lied. Ängste begrenzte ich durch Punkte, hielt der Niedertracht den Zerrspiegel vor und grub mit Buchstaben nach meiner Seele.
Ich wurde nicht als Schreiberling geboren: Es gab keinen anderen Weg für mich, der keine dunkle Sackgasse war.
Manches mal gleicht meine Erinnerung einem unbeschriebenen Blatt Papier. So oft ich auch in den Rückspiegel schau', darin ist nichts zu sehen neben mir.
Mich selbst seh' ich immer kleiner werden, immer mehr am Horizont verblassen. Bis schließlich der Punkt im Spiegel verlischt, um sich in die Nacht hinab zu lassen.
Heute habe ich mir Zeit genommen, um neue Erinnerungen zu denken. Das unbeschriebene Blatt zu füllen, wird von nun an mein Streben lenken.
Ganz von vorn werd' ich mein Leben leben, bis nichts mehr in den Rückspiegel passt. Vielleicht werd' ich mich diesmal erinnern, wen ich geliebt und wen ich gehasst.
Das war eigentlich gar kein Sommer, den wir in diesem Jahr verlebt haben, sondern eher ein Anlass für feuchte Träume. Daher wird die nächste literarische Lounge unter dem Titel "Verregnete Zeiten" stehen. Am Dienstag, den 6. September werde ich ab 21:00 fremde und eigene Lyrik über Regen und Tränen vortragen. Wie immer habe ich aus den Untiefen www dazu passende Musik (natürlich GEMA-frei) zusammengesucht:
Die nächste Band mit dem ungewöhnlichen Name Kurivaiah stammt ebenfalls aus den Staaten, genauer aus Indian Rocks Beach in Florida. Ihren Stil ordnen sie selbst dem Genre "Experimental / Psychedelic" zu. Ich werde ihren Titel December Rain spielen: http://www.jamendo.com/de/download/track/619038/do?output=contentonly
Ich war zwei Wochen weg. Volle 14 Tage in der Fremde und ich habe kaum getwittert oder geposted. War ich deshalb faul? Mitnichten!
Auch, wenn ihr mich in Scharen entfolgt habt: Echte Poeten (egal ob virtuelle oder reale) reisen nie ohne einen gespitzten Bleistift. Aus meinem wunderschönen und erholsamen Urlaub habe ich euch das folgende mitgebracht: