Drei Wochen war ich still ... aber nicht stumm!

Everything changes!

Drei lange Wochen habe ich nicht mehr gebloggt. Noch länger habe ich keine Lesung in Second Life gehalten und ihr mögt euch zurecht fragen, was mit mir, respektive dem virtuellen Autor Lophius Tedeschi los ist. Nun, die Antwort ist nicht so ganz einfach ... .

Wenn ich die Frage "einfach" beantworten wollte, würde ich sagen, dass ich mit Hochdruck an meinem zweiten Roman arbeite und deshalb kaum Zeit zum Bloggen oder für Lesungen habe. Diese Antwort wäre nicht gelogen, aber sie wäre nur ein Bruchteil der Wahrheit.

Die Wahrheit ist ein wenig komplizierter: Ich habe einen geliebten Menschen verloren (wenn ich "verloren" sage, meine ich das auch so, denn der Tod ist nun einmal endgültig).Und ich bin krank (aber das war ich schon zuvor).

Manchmal braucht es eine Pause, um zu bemerken, was einem Im Leben wirklich wichtig ist: Familie und Freunde, mit denen man immer zu wenig Zeit verbringt. Kreativität (das heißt in meinem Fall: Schreiben) und eine innere Ruhe, die tragfähig ist. Und ein zweites Leben, das mich von den fatalen Wirkungen des ersten schützt.

Ich schreibe eine Menge. Bin ich deswegen Teil der Menge?

Everything changes!

Drei Wochen war ich still ... aber nicht stumm!

Everything changes!

Drei lange Wochen habe ich nicht mehr gebloggt. Noch länger habe ich keine Lesung in Second Life gehalten und ihr mögt euch zurecht fragen, was mit mir, respektive dem virtuellen Autor Lophius Tedeschi los ist. Nun, die Antwort ist nicht so ganz einfach ... .

Wenn ich die Frage "einfach" beantworten wollte, würde ich sagen, dass ich mit Hochdruck an meinem zweiten Roman arbeite und deshalb kaum Zeit zum Bloggen oder für Lesungen habe. Diese Antwort wäre nicht gelogen, aber sie wäre nur ein Bruchteil der Wahrheit.

Die Wahrheit ist ein wenig komplizierter: Ich habe einen geliebten Menschen verloren (wenn ich "verloren" sage, meine ich das auch so, denn der Tod ist nun einmal endgültig).Und ich bin krank (aber das war ich schon zuvor).

Manchmal braucht es eine Pause, um zu bemerken, was einem Im Leben wirklich wichtig ist: Familie und Freunde, mit denen man immer zu wenig Zeit verbringt. Kreativität (das heißt in meinem Fall: Schreiben) und eine innere Ruhe, die tragfähig ist. Und ein zweites Leben, das mich von den fatalen Wirkungen des ersten schützt.

Ich schreibe eine Menge. Bin ich deswegen Teil der Menge?

Everything changes!

Schon gelesen? Erkenntnisse eines Poeten: Sie dürfen die Sprache jetzt küssen! Achtung - frisch gebloggte #Lyrik

Sie dürfen die Sprache jetzt küssen!

Ich wurde nicht als Schreiberling geboren -
schon eher als sprachloses Erdenkind.
Doch kaum lehrte man mich zu lesen,
verliebte ich mich rettungslos in dich
und ich verband mein Schicksal mit deinem Glück.

Ich wollte reimenden Humor versprühen
und mich in einem Roman ermessen.
Licht in einem Vers konservieren
und Furcht mit tagheller Lyrik läutern!
Zum Geschichtenerzähler berufen sein ...

Schmetterlinge in Bildern schweben lassen,
meine Liebe als Essay verstehen
und Lust in ein Rufzeichen schreien.
Nähe hinter Aphorismen finden
und Kinderaugen lauschend leuchten sehen.

Ich warf mit Satzzeichen nach Diktatoren
und beklagte das Leid in einem Lied.
Ängste begrenzte ich durch Punkte,
hielt der Niedertracht den Zerrspiegel vor
und grub mit Buchstaben nach meiner Seele.

Ich wurde nicht als Schreiberling geboren:
Es gab keinen anderen Weg für mich,
der keine dunkle Sackgasse war.

Manchmal ist man nur ein verschwindender Punkt im Rückspiegel. So auch in diesem #Gedicht. Achtung - frisch gebloggte #Lyrik.

Rückspiegel

Manches mal gleicht meine Erinnerung
einem unbeschriebenen Blatt Papier.
So oft ich auch in den Rückspiegel schau',
darin ist nichts zu sehen neben mir.

Mich selbst seh' ich immer kleiner werden,
immer mehr am Horizont verblassen.
Bis schließlich der Punkt im Spiegel verlischt,
um sich in die Nacht hinab zu lassen.

Heute habe ich mir Zeit genommen,
um neue Erinnerungen zu denken.
Das unbeschriebene Blatt zu füllen,
wird von nun an mein Streben lenken.

Ganz von vorn werd' ich mein Leben leben,
bis nichts mehr in den Rückspiegel passt.
Vielleicht werd' ich mich diesmal erinnern,
wen ich geliebt und wen ich gehasst.

Die Sommerpause ist vorbei: Am Dienstag gibt es wieder #Lyrik in #Secondlife #sl - hier schonmal passende Musik dazu

Das war eigentlich gar kein Sommer, den wir in diesem Jahr verlebt haben, sondern eher ein Anlass für feuchte Träume. Daher wird die nächste literarische Lounge unter dem Titel "Verregnete Zeiten" stehen. Am Dienstag, den 6. September werde ich ab 21:00 fremde und eigene Lyrik über Regen und Tränen vortragen. Wie immer habe ich aus den Untiefen www dazu passende Musik (natürlich GEMA-frei) zusammengesucht:

Der Opener wird von Bonnie aus Frankreich, Audun le Triche, bestritten. Rainy day ist ein wundervolles Stück Trip Hop:
http://www.jamendo.com/de/download/track/651362/?output=contentonly

Danach geben sich Almaro mit dem Rain of love die Ehre. Dieser eher rockige Song stammt ebenfalls aus Frankreich, nämlich aus Caen:
http://www.jamendo.com/de/download/track/789115/?output=contentonly

Aus dem Album Stardust rain von Ralph Buckley habe ich die Ballade Beloved 1 weggefunden. Dieser nachdenkliche Song aus Seattle wird einen schönen Einstieg für ein paar düstere gedichte bilden:
http://www.jamendo.com/de/download/track/189350/do?output=contentonly

Die nächste Band mit dem ungewöhnlichen Name Kurivaiah stammt ebenfalls aus den Staaten, genauer aus Indian Rocks Beach in Florida. Ihren Stil ordnen sie selbst dem Genre "Experimental / Psychedelic" zu. Ich werde ihren Titel December Rain spielen:
http://www.jamendo.com/de/download/track/619038/do?output=contentonly

Kingsound stammen aus Italien und spielen brillianten Trip Hop. Aus ihrem Album Dreaming Rain habe ich den Opener Iskeba' ausgewählt:
http://www.jamendo.com/de/download/track/374903/?output=contentonly

Danach wird es heftig. Ein Song voller Trauer und Schmerz ist Rain von Bronson Norris. Das Quartett aus Saarbrücken mischt Pop-Punk mit Alternative Rock:
http://www.jamendo.com/de/download/track/46038/do?output=contentonly

Versöhnlicher wird der Abend dann mit Can’t rain all the time von Diablo ausklingen. Die Band stammt aus Newcastle und spielt klassischen Rock.
http://www.jamendo.com/de/download/track/266363/?output=contentonly

Regenperlenden Erinnerungen begegnet man am besten mit einem Glas Wein - Achtung: weinselige #Lyrik

Regenperlend

Regen perlt von der Decke herab,
platscht mir in dicken Tropfen
vor meine unschuldigen Füße.

Gesellt sich zu meinen Tränen
auf dem ungewischten Boden,
neben die Schatten, die du
leider bei mir gelassen hast.

Jetzt sitz' ich hier und trinke Wein,
um nicht mit mir allein zu sein.
Trink' solang bis ich doppelt seh'.

Regen perlt von der Decke auf mich,
netzt mich in silbrigen Schimmer
und wäscht meine Seele leer.

Spült Tropfen für Tropfen den Schmerz
meine rissige Kehle hinunter,
bis ich endlich nur liebevolle
Erinnerungen erinnere.

Jetzt sitz' ich hier und trinke Wein,
um nicht mit dir allein zu sein.
Proste den Regentropfen zu.

Wenn der Mond die Flut anzieht, dann holt die Sonne die Glücklichen zu sich.

Herbstanfang.

William Fitzsimmons singt darüber, wie der Mond die Flut entstehen lässt. Wie das Wasser dem Erdtrabanten folgt.

Folgen nicht glückliche Seelen genauso der Sonne? Wenn eine liebe Seele in den Himmel aufsteigt, dann scheint jedenfalls die Sonne.

Sicher. In meinem Herzen.

Wenn Poeten Trauer tragen, dann herrscht Dunkelheit in der Welt

Loph_traegt_trauer

Mein Avatar trägt Schwarz. Seit gestern. Seitdem die Welt einen Stern verloren hat. Seitdem es dunkler geworden ist. Zurecht.
 

Der lange Weg der vergessenen Erinnerungen ist zu Ende - Achtung: schmerzhafte #Lyrik

Der lange Weg der vergessenen Erinnerungen ist zu Ende

Ich saß ganz still auf meinem Stuhl
am Rande des Totenbetts
und Tränen füllten meine Augen.

Vor mir breitete sich ein See voll
salziger Erinnerungen aus,
der meine Wangen herunter lief.

Neben dem Verstorbenen stand
eine traurige alte Frau, die
den Arm des Leichnams streichelte.

Sie lächelte voller Wehmut, während
der drohende Abschied ihr
tief in die verletzte Seele schnitt.

"Jetzt streich'le ich dich zum letzen Mal",
hauchte sie ihm liebevoll zu,

"Nur gut, dass wir unser Leben erlebt haben,
als wir beide noch gesund waren."

Er konnte ihr nicht mehr antworten und
er hatte all dies lange vergessen.

Sie küsste ihn zärtlich auf die Stirn.

Und sagte zum Abschied: "Tschüß, mein Schatz!"

Auch in ihren Augen spiegelte sich der See
seiner vergessenen Erinnerungen.

Während sie ging, streichelte ich
zärtlich die Wange des Toten.
Witwe und Halbwaise verließen den Raum.

auch Poeten haben nicht unbegrenzt Urlaub - ich bin wieder da und ich habe euch Gedichte mitgebracht. Achtung: #Lyrik

OK.

Ich war zwei Wochen weg. Volle 14 Tage in der Fremde und ich habe kaum getwittert oder geposted. War ich deshalb faul? Mitnichten!

Auch, wenn ihr mich in Scharen entfolgt habt: Echte Poeten (egal ob virtuelle oder reale) reisen nie ohne einen gespitzten Bleistift. Aus meinem wunderschönen und erholsamen Urlaub habe ich euch das folgende mitgebracht:

War ich faul? War ich schlecht? Egal. Jedenfalls bin ich wieder da!

About

http://www.lovepoetryweb.net/artists/Lophius_Tedeschi/

Lophius Tedeschi

virtual author in second life - curious? read some of my poems inworld
http://slurl.com/secondlife/Sea%20Starr/154/197/22

Virtueller Autor, schreibt in allen Welten. In Second Life weltberühmt; im Real Life völlig unbekannt.

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